Das Einkaufszentrum von Sachsenotto

Neunzehn Jahre. Es ist eine dieser Zahlen, die man ansieht und sofort wieder vergisst, weil sie unmöglich richtig sein kann. Als hätte jemand die Zeit unbemerkt gefaltet. Die Jahre mit Teddy kommen mir nicht vor wie eine Strecke, eher wie ein Zustand: ein langer, heller Durchzug aus Unsinn, Treue und sehr speziellen Gedanken. Und nun stehe ich in dieser stillen Ladenpassage, in der alles ein wenig aufgeladen wirkt, als hielte die Welt selbst den Atem an vor diesem 19-jährigen Jubiläum.

Links das Partygeschäft mit seinem übermütigen Kitsch aus Ballons, Kerzen und Dingen, die für einen Abend gemacht sind und dann für immer in Erinnerung bleiben. Daneben der Bäcker, warm, golden, leicht erschöpft, als hätte auch er all die Jahre mitgezählt. Weiter der Blumenladen, kühl und feierlich, voller Sträuße, Vasen und jener schönen Vergänglichkeit, die immer so tut, als sei sie nur Dekoration. Irgendwo glänzen Flaschen im Getränkeladen hinter verschlossenen Dingen, und im Musikgeschäft scheint selbst das Schweigen auf etwas zu warten. Alles ist vertraut und zugleich seltsam entrückt, als läge über den Geschäften ein Rätsel, das nur heute sichtbar wird.

Ich gehe durch diese kleine Welt mit echter Vorfreude und einer Dankbarkeit, die sich kaum verbergen lässt. Denn hinter der Glasfront ist Teddy, und endlich will ich zu ihm. Man spürt, dass hier nichts zufällig platziert wurde. Jedes Schaufenster, jede Tür, jeder Laden scheint ein leises Geheimnis zu kennen. Ein Bäcker bewahrt mehr als Backwaren, ein Blumenladen mehr als Blüten, und selbst die unscheinbarsten Gegenstände wirken, als hätten sie auf diesen Tag gewartet.

Vielleicht ist das das Merkwürdige an neunzehn Jahren: dass sie im Rückblick wie im Flug vergangen sind und trotzdem überall Spuren hinterlassen haben. In Räumen. In Stimmen. In Blicken durch Glas. Und in dieser freudigen Gewissheit, dass hinter all dem Teddy wartet.

Hier zum Nachspielen der Link zum Spiel (Runterladen, Zip entpacken, Hinweistext lesen, index.html anklicken).

Sachsenotto 2: Holgers Revenge

Sachsenotto! Oh nein, da waren wir doch schon!

Egal! Zur 300. Folge haben sich zahlreiche Podcaster in Sachsenotto eingefunden und sich im Ort versteckt, um Esel und Teddy zu ihrem Jubiläum zu gratulieren. Die beiden machen sich auf die Reise, um alle Protagonisten ausfindig zu machen. Doch bevor es zur großen Feier kommen kann, gibt es noch zahlreiche Rätsel zu lösen … denn nicht jeder ist sofort bereit, mit den beiden mitzugehen. Johannes aka ohneQ führt als Holger, die Waldfee, durch das Abenteuer. Flattrt den Purschen zu Poden!

A-cappella-Sänger
• Ben und Kai (Trick 17)
• Petra und Ingo (Die Sprechwaisen)
• Niklas und Tim (Die Wochennotiz)
• Tony (Pod-Mate)

A-cappella-Hintergrund
Viermalbe

Hörergrüße
• Julia (Hörerin)
• Max (Hörer)
• Wolfgang aka WolleHH (Hörer)

Podcaster
• Jörg (Der Bobsonbob Podcast)
• Tom Funker (Funkturm TV)
• Meiky (Meiky’s Podcast Show)
• Gerry und Roland (Viele Wege führen nach OM)
• Christopher und Eric (Die Kulturpessimisten)
• Thorsten (Sport mit Bauch)
• Teddy_gon (Teddy_gon’s Podcast)
• Buhmuckl (Hitmist Germany)
• Tristan (GonzoCast)
• Rico (Podunion/Dampfcast)

Veranstalter/Produktion
• Johannes Wolf (Der will doch nur spielen!)
• Petra (Die Sprechwaisen)

Storytester
• Tristan Woeffler

Musik und Grafik
• Funny Face (Jeriko)
• iStockphoto (clay79)
• iStockphoto (Snakestock)
• Fotolia (gudo)
• Apple Loops

The Secret of Sachsenotto

Zwei Kilometer (das wussten wir da aber noch nicht) östlich (das wussten wir da aber noch nicht) vor Sachsenotto (das wussten wir da aber noch nicht). Wir schlagen die Augen auf und finden uns eingesperrt in einen alten Zirkuswagen. Und dann geht es los: Benutze Gummiball mit Teddy. Drücke Esel. Nimm Zahnstocher. Gehe zu Schlüsselschloss. Schau an Zettel mit merkwürdigen Fragen. Gib Gulden an Barkeeper. Ziehe Hebel an Allesfärbemaschine. Wir könnten stundenlang so weitermachen.

Für ein Point-and-Click-Adventure mit Rollenspielcharakter braucht es aber immer auch einen Spielleiter. Einen, der sich Rätsel ausdenkt, die Ausnahmebehandlung im Griff hat und die 22 Disketten regelmäßig wechselt. Da war Johannes eine Traumbesetzung! Schließe Holger in die Arme.