Wir feiern unser 20. Jubiläum! Am 10.4.2027 ab 16 Uhr im Wasemer Turm in Rheinbach. Wenn du dabei sein willst, fülle einfach das Formular aus. Wir freuen uns riesig über jede Zusage!
Jetzt zur Jubiläumsfeier anmeldenDie Hintergrundgeschichte:
Im Jahre des Herrn 1248, als man in Köln den Grundstein für einen Dom legte, bot man auch Meister Wilfried aus Rheinbach die Arbeit auf dieser größten Baustelle des Reiches an. Er lehnte aber ab und fing stattdessen an, einen Turm in Rheinbach zu planen. Meister Wilfried hatte nämlich geträumt, dass dort an einem fernen Apriltag zwei Männer des Wortes ein Fest feiern wollten.
Die Mauern des Turmes machte er besonders dick, damit die Liebe darin festen Halt finden würde. Rund baute er den Turm, damit der Blödsinn nirgends anecken könne. Und er baute ihn mit Absicht nur zum zweithöchsten Turm der Stadt. „Es gibt auch höhere“, soll Meister Wilfried der Überlieferung nach gesagt haben.
Der Turm hat seither viel erlebt. Als man zu Beginn des 14. Jahrhunderts eine Mauer um die Stadt zog, plante man den Turm kurzerhand mit ein. Im 16. und 17. Jahrhundert diente er gar als Gefängnis. Im 19. Jahrhundert rissen die Rheinbacher ihre Stadtmauer wieder ab, den Turm jedoch ließen sie stehen. Denn die Stadtwachen gaben von Generation zu Generation einen Befehl weiter: Der Turm sei mindestens so lange zu hüten, bis die zwei Männer des Wortes ihn für sich beanspruchen wollten.
Auch das Corps der Rheinbacher Stadtsoldaten hält an dieser Tradition fest. Seit 1973 beheizen sie den Turm sogar. Und jedes Jahr am 11. November stellen sie ihr Wachhäuschen vor dem Turm auf, angeblich zum Beginn des Karnevals. Doch in Wahrheit wachen sie den Winter hindurch, damit sich die Prophezeiung aus dem Traum von Meister Wilfried eines Tages erfüllen kann und der Turm, der heute Wasemer Turm genannt wird, in jenem April für das Fest gewappnet ist.
Klavier: Music by BlackPy Beats from Pixabay
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