Die Schwere der Beschwerde

___ hat mir nur den Titel der Folge geschickt. Nur den Titel. Nicht den Inhalt, nicht die Richtung, nicht einmal ein halbwegs nettes „mach mal ungefähr so“, sondern bloß: „Die Schwere der Beschwerde“. Und daraus soll ich nun Shownotes machen. Ich bin offenbar nicht mehr Mitpodcaster, sondern ein Beschwerdeverarbeitungsapparat mit Ohren.

___ Anfang steht also nicht die Idee, sondern die Lücke. Der Titel ist da, aber alles andere fehlt. Das ist gemein. Eine Beschwerde braucht Gewicht, braucht Anlass. Die Beschwerde soll schwer sein, und das ist sie je normalerweise, weil sie immer etwas mit enttäuschter Hoffnung zu tun hat. Wer sich beschwert, hat ja vorher noch geglaubt, es könne besser sein.

Das ___ dieser Erkenntnis ist, dass ich hier sitze und aus einem Titel einen Text auswringen soll wie aus einem nassen Handtuch. Ich komme also, um mich zu beschweren über die Beschwerde, und damit ist auch schon alles gesagt. Denn die Beschwerde beschwert sich nicht über die Welt, sie macht die Welt überhaupt erst beschwerlich. Ohne Beschwerde wäre alles leichter. Aber auch langweiliger, dümmer.

Natürlich ___ ich Teddy. Über diese Unverschämtheit, mir einen Titel einfach hinzuwerfen. Aber während ich mich beschwere, merke ich, dass der Titel gar nicht schlecht ist. Das ist das Schlimmste: ___ sitze hier und muss zugeben, dass ausgerechnet dieser dieser Titelhändler, dieser Versender von Zumutungen, wieder einmal recht hatte.

Du übertriffst ___ selbst mal wieder, glaube ich, und hier liegt die eigentliche Schwere: Man will wütend sein, aber die Wut trägt einen irgendwohin. Man will schimpfen, aber plötzlich entsteht ein Gedanke. Man will Teddy verfluchen, ___ am Ende schreibt man doch seine Shownotes.

Also gut. Hier stehen sie. Ich habe sie gemacht, widerwillig, beschädigt. Und ___ sitze ich zufrieden hier auf meinem  ___.

Terminsache

Aufgrund zeitlicher Engpässe können die Shownotes zu dieser Folge derzeit nicht bereitgestellt werden. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht. Wir bitten um Verständnis.

Felosophie

Manches hat man verdrängt. Anderes haben sich bloß die anderen ausgedacht. Konsequenzen gibt’s gratis dazu.

Vielen Dank an Felo für die Idee zu dieser Folge und für die sehr netten Worte unten in den Kommentaren. Wir freuen uns sehr, wenn wir ein kleines bisschen Mitschuld an einer Podcast-Laufbahn tragen, die am Ende sogar in einer Nabel-Show mündete. Schaut unbedingt mal bei Felo rein: Die Nabel-Show.

Wie stark sind die Folgen geskriptet?

In dieser Folge improvisieren Esel und Teddy absolut spontan. Es wird gelacht, unterbrochen, Witze erzählt und über Kunst gesprochen, unvorbereitet.

 

Folge ohne Folge

Aufgrund der Ereignisse vom 29. Januar 2025 haben wir uns entschlossen, unsere bereits aufgezeichnete Folge nicht zu senden.
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