Hiermit bewerbe ich mich

Sehr geehrte abgelutschte, gleichartige Podcaster,

ich bewerbe mich als Shownotes-Specialist, weil ich in der Lage bin, aus struktureller Ineffizienz eine saubere Übersicht zu bauen.

Ich kann Spielmechaniken so erklären, dass sie auch dann verständlich bleiben, wenn während der Aufnahme spontan Bonuspunkte erfunden werden. Ich kann Timecodes setzen, selbst wenn nebenbei über Steve Ballmer, alte Computerzeitschriften und den Unterschied zwischen Zeppelin und Flugzeug gestritten wird.

Ich arbeite gerne in Umfeldern, in denen „Vorbereitung“ als Mythos existiert und „im Zuge der Zeit“ als Methodik gilt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr RSS-Reader

Syng meinen Song – Das Textkonzert

Der Musiker steht hinter Teddy, löst den Knoten, zieht die Augenbinde langsam nach oben.
Licht. Gläser. Stimmen, die plötzlich Gesichter haben. Alle lachen, er hört den Atlantik nicht mehr.

Der Musiker grinst kurz und sagt: „So. Willkommen zurück. War gut heute, oder? Nicht perfekt, bisschen link, bisschen rechts, aber ehrlich. Und genau so soll’s sein.“

Er macht eine kleine Pause, schaut Teddy an. „Ach, und nur bevor du dir falsche Filme zusammenschneidest: Ich bin übrigens schon ewig nicht mehr mit Ina Müller zusammen.“

Dann, fast schon beiläufig: „Du musst nicht alles sofort verstehen. Manche Sachen setzen sich erst später. Und wenn du zwischendurch dachtest, du bist komplett verloren, dann warst du genau richtig.“

Aber ohne Katja Ebstein

Ich starre auf dieses Ding.
Es ist kalt.
Es hat geschneit.
Schnee bedeckt es vollständig.
Es ist groß. Riesig.

Stundenlang.

Still.
Weiß.

Langsam beginnt der Schnee zu schmelzen.

Ich glaube zu erkennen, was es ist.
Nein.
Noch nicht.
Es ist gar nicht mehr groß.

Da sind Linien.
Konturen.
Eine Ahnung.

Irgendwann ist der Schnee verschwunden.
Das Eis auch.

Und darunter liegt kein Geheimnis.

Nur eine schlechte Idee,
die man zu lange hat liegen lassen.

Promimpro

Die Welt erwachte in einem Gewirr aus eiligen Schritten, gedämpften Gesprächen und dem fernen Brummen startender Flugzeuge. Durch die großen Fenster tauchte das Morgenlicht die Terminals in eine fahle Helligkeit, während die Anzeigetafeln unablässig neue Reiseziele verkündeten. Heute, das spürte ich deutlich, würde meine Reise mehr als nur ein Flug sein – es würde der Beginn eines Abenteuers sein, das lag in der Luft. Und es wurde Zeit, es wurde verdammt noch mal Zeit, es war ja schon fast zu spät.

Da stand sie dann, wie verabredet, vorm Terminal. Eigentlich sah sie so aus, wie man sie kannte, aus dem Fernsehen und all den Konzertplakaten. Nur irgendwie kleiner. Sie dachte wohl dasselbe, so wie sie mich ansah. Dass ich kleiner aussah und vielleicht auch älter und naja, dicker sicherlich auch. Hatte ja auch ein bisschen zugelegt, war ja gerade Drehpause. Aber das würde schon klappen, es gab ja ein Arrangement. Das hatten unsere Agenturen so ausgetüftelt. Deutscher Schlagersuperstar und amerikanischer Oscar-Preisträger. Wir würden beide davon profitieren. Wir sahen uns also an. Ewigkeit. Überraschung, Erwartung, Nervosität, Peinlichkeit. Von allem ein bisschen.

„Kopfkino?“, frag ich sie.

„Vielleicht.“ Sie lächelt. „Und Du? Torschlusspanik?“

Credits – alle BBC Sound Effects:

23 und 5

2023. Was für ein Jahr! Es wird großartig werden, besser als all die anderen vorher. Episch.

Bevor wir so richtig starten in dieses wunderbare Jahr, machen wir uns erstmal locker mit ein paar Spielchen. Aufwärmübungen sozusagen.